Könnte der Druide Miraculix den Kräutergarten der Bayerischen Alm besuchen, hätte er wahrhaftig seine helle Freude daran. Wie die Comic-Figur sammelt auch das Küchenteam viele Kräuter und Gewürze und kocht daraus feine Soßen und Süppchen.
Der Wirt setzt armatische Hopfen-, Hollerbeeren- und Walnußschnäpse an.
Die liebevoll gepflegten Beete beherbergen heimische Heilpflanzen, die wohltuend für Leib und Seele sind. Gewürzt und dekoriert wird fast nur mit selbst angebauten Kräutern, wie Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Majoran, Estragon, Salbei, Minze, Melisse, Rosmarin, Currykraut, Kerbel, Lavendel und Dill.
Gerichte von einer in den Lauf der Jahreszeiten gebetteten bayrisch-österreichische Frischküche, die von liebenswürdigen Mitarbeitern serviert wird, stehen auf der Speisenkarte. Die Küche des Restaurants Bayerische Alm möchte den Lauf der Jahreszeiten und die Regionalität erlebbar machen. Produkte der Region, bevorzugt vom eigenen Bauernmarkt werden verwendet.
Auf der Speisenkarte, die wöchentlich gewechselt wird, halten im Kreis der Jahreszeiten nacheinander Einzug: Bärlauch aus der Au, Morcheln, Erdbeeren und Rhabarber aus dem eigenen Garten, Kräuter und essbare Blüten, Kürbisse, Äpfel und Birnen von den Streuobstwiese. Gänseblümchen und Kapuzinerkresse kommen auf den Salatteller. Hollerblüten werden zu Gebackenen Hollerblüten, Sorbet und Sirup, die Hollerbeeren zu Hollerkoch verarbeitet. Aus den Kürbisse werden Kürbisgemüse, eingelegter Kürbis, Kürbis-Chutney und Kürbiscremesuppe. Lindenblüten, Minze und Melisse werden zu Tees verarbeitet. Viele Kräuter und Gewürze werden getrocknet und so für den Winter haltbar gemacht.
Der 2003 gepflanzte Streuobstlehrpfad führt an 45 hochstämmigen Obstbäume alter hiesiger Sorten von Apfel-, Birn-, Zwetschgen-, Kirsch- und Nußbäumen vorbei. Bald wird Obst sortenrein u.a. zu Dörrobst, Gelée, Marmelade und Kompott verarbeitet werden können.
Seit April 1994 bieten selbsterzeugende Landwirte beim AlmMarkt, dem kleinen, aber feinen Bauernmarkt an der Bayerischen Alm,die Produkte ihrer Hände Arbeit feil: Im Winter auf der Burgterrasse und im Sommer auf dem Almstadl-Parkplatz. Sie kommen aus dem oberbayerischen Umland und seit dem EU-Beitritt Österreichs im Januar 1995 sind auch Beschicker des Braunauer Bauernmarktes aus Oberösterreich dabei.
Erzeuger der Region liefern die Produkte ihrer Hände Arbeit direkt in die Küche wie Kartoffeln aus Schützing oder Saiblinge aus Raitenhaslach.
Der an den Kräutergarten anschließende Bauerngarten ist schlichtweg ein Erlebnis bis in den Spätsommer.